Zug auf einer Strecke getroffen, die von David Petraeus, Boris Johnson, Carl Bildt und anderen hochrangigen Vertretern genutzt wurde
Ein Beitrag von Gilbert Doctorow
Anstatt einen Link zu diesem Artikel der Financial Times bereitzustellen, auf den viele Mitglieder der Community aufgrund der Bezahlschranke keinen Zugriff haben werden, zitiere ich nachfolgend die ersten und interessantesten Sätze des betreffenden Artikels. Er erschien gestern Abend in der Online-Ausgabe und ist interessanterweise in der heutigen Morgenausgabe nicht enthalten. War die Nachricht möglicherweise zu brisant, um sie vor einer Abstimmung mit Washington zu veröffentlichen?
Zitat
Eine russische Drohne traf am Sonntag einen Zug nahe der ukrainischen Grenze zu Polen, kurz nachdem eine Gruppe ausländischer Würdenträger den Grenzübergang passiert hatte, während Moskau seinen größten Drohnenangriff seit Monaten startete. Der ehemalige britische Premierminister Boris Johnson, der ehemalige schwedische Ministerpräsident Carl Bildt und verschiedene europäische Sicherheitsvertreter hatten kurz vor dem Angriff dieselbe Strecke auf dem Weg nach Polen passiert, wie Bildt und ein Vertreter des Gipfeltreffens, an dem die Würdenträger teilnahmen, mitteilten.
Zitat Ende
Die aufgeführten Namen bilden eine regelrechte Schurkengalerie von Russlandhassern, die ihre Amtszeiten in Washington, London, Stockholm und anderen Hauptstädten dazu nutzten, im Laufe einiger Jahrzehnte die Beziehungen Europas zu seinem östlichen Nachbarn zu zerstören. Sicherlich gibt es im Kreml viele, die den Schampanskoje geöffnet hätten, wenn es einen direkten Treffer gegeben und sie alle auf einen Schlag getötet hätte.
Boris Johnson wurde heute Morgen von BBC News mit den Worten zitiert, der Drohnenangriff sei lediglich ein Beispiel für den wahllosen Charakter russischer Angriffe, die eine direkte Bedrohung für die europäische Sicherheit darstellten. Wir können jedoch mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass Moskau die Entscheidung traf, diese Gruppe nicht zu töten, sondern den feigen europäischen Politikern, die regelmäßig über die Bahnverbindung von Warschau für diplomatischen Tourismus nach Kiew reisen, um sich dort Fototermine zu verschaffen, die ihnen den Beifall ihrer heimischen Wählerschaft einbringen, einen gehörigen Schrecken einzujagen.
Von möglicherweise größerer Bedeutung ist, dass dieser jüngste Angriff auf eine der wichtigsten Landverbindungen in die Ukraine darauf hindeutet, dass die russische Führung sich endlich dazu entschlossen hat, die Ukraine vollständig in den Würgegriff zu nehmen und die bereits bestehende Blockade der ukrainischen Schwarzmeerhäfen um die Unterbrechung des Schienen- und Straßenverkehrs zu ergänzen. Sollten diese Angriffe fortgesetzt werden, ist das Ende des Krieges nun eine Frage von Monaten und nicht von Jahren und hängt nicht von einer massiven Bodenoffensive ab, die viele russische Soldaten das Leben kosten würde.
Abschließend möchte ich feststellen, dass Russlands Vorgehen gestern weitaus deutlicher spricht als Putins Reden auf dem BRICS-Gipfel in Delhi am Wochenende.
Gilbert Doctorow ist Russland-Analyst und verfolgt die politischen Entwicklungen des Landes seit 1965 aus beruflicher Perspektive.
Titelbild: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der damalige britische Premierminister Boris Johnson bei einem gemeinsamen Rundgang durch das Zentrum von Kyjiw am 9. April 2022.
Quelle: Pressedienst des Präsidenten der Ukraine / Wikimedia Commons (CC0 1.0).
Aus dem Englischen übersetzt durch Berlin 24/7.
Disclaimer: Berlin 24/7 bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel
müssen nicht die Sichtweise der Redaktion Berlin 24/7 widerspiegeln. Wir bemühen uns, unterschiedliche
Sichtweisen von verschiedenen Autoren – auch zu den gleichen oder ähnlichen Themen – abzubilden, um
weitere Betrachtungsweisen darzustellen oder zu eröffnen.
BERLIN24/7 Nachrichten aus Berlin – ist ein unabhängiges Nachrichten- und Informationsportal Im Zentrum
unserer Berichterstattung stehen Nachrichten, Meinungsbeiträge, Analysen und Interviews zum aktuellen
Zeitgeschehen in Berlin, Deutschland, Europa und der Welt. Wer sich für differenzierte Sichtweisen aus
verschiedenen Perspektiven interessiert ist bei uns richtig. Um nichts zu verpassten abonnieren Sie unseren
Kanal und/oder folgen Sie uns auf:
Offizielle Webseite: https://berlin247.net Facebook: https://www.facebook.com/profile.php?
id=61556336081860 Telegram: https://t.me/Berlin247nachrichten Auf X – https://x.com/berlin24_7?
t=u9fTHoOcZQkCZPewM2Q62g&s=09
Hier können Sie unsere Arbeit unterstützen:
Paypal: https://paypal.me/berlin247net oder Berlin 24/7 GmbH DE22 8105 0555 0101 0400 24






