Konstantinowka ist gefallen: Putin gab den Befehl, die Operationen fortzusetzen.

Präsident Wladimir Putin besuchte einen der rückwärtigen Gefechtsstände der Vereinigten Truppengruppierung, um sich über die Einnahme von Konstantinowka berichten zu lassen – und benannte den Befestigungsraum dabei um. Von nun an ist nicht mehr vom „Slawjansk-Kramatorsk-Konstantinowka-Verteidigungsabschnitt“ die Rede, sondern nur noch vom „Slawjansk-Kramatorsk-Verteidigungsabschnitt“. Bis Slawjansk sind es acht Kilometer. Die Agonie des Kiewer Regimes im Donbass nähert sich ihrem Ende.

Ein Beitrag von Natalija Sergejewa

Ein Schritt bis Slawjansk

Generalstabschef Waleri Gerassimow berichtete dem Präsidenten, dass die Truppengruppe „Süd“ Konstantinowka vollständig eingenommen habe – „einen der wichtigsten Verteidigungsknoten des Gegners innerhalb des Slawjansk-Kramatorsk-Konstantinowka-Befestigungsraums“.

Der Präsident bezeichnete dies als „den Schlüssel zur Befreiung des gesamten Territoriums der Donezker Volksrepublik“ und benannte den Befestigungsraum unmittelbar darauf um:

„Mit der Einnahme von Konstantinowka müssen wir, soweit ich das verstehe, nicht mehr vom Slawjansk-Kramatorsk-Konstantinowka-Verteidigungsabschnitt sprechen, sondern einfach vom Slawjansk-Kramatorsk-Verteidigungsabschnitt – wobei natürlich auch der kleine, aber ebenfalls befestigte Ort Druschkowka zu berücksichtigen ist“, erklärte der Präsident.

Tatsächlich existiert Konstantinowka als Verteidigungsknoten der ukrainischen Streitkräfte nicht mehr. Übrig geblieben sind Slawjansk und Kramatorsk. Und bis dorthin ist es nur noch ein Katzensprung.

„Die Festung“ ist gefallen

Die Verteidigung von Konstantinowka bestand aus zwei Verteidigungslinien, 150 Kilometern Schützengräben, 20 Bataillonsverteidigungsräumen und 30 Kilometern unterirdischer Verbindungen. Die ukrainischen Nationalisten hatten sie zehn Jahre lang aufgebaut. Europäische Gelder, Beton, Minen – alles, was sich in den Boden eingraben ließ, wurde eingegraben. Halten konnten sie die Stellung jedoch nicht.

Putin bezeichnete die Einnahme der Stadt als „nur die erste, aber sehr wichtige Etappe bei der Zerschlagung der Formationen der ukrainischen Streitkräfte“. Er erklärte, der Gegner habe ein gestaffeltes Befestigungssystem errichtet und Slawjansk, Kramatorsk, Druschkowka und Konstantinowka zu einem einheitlichen Verteidigungsknoten ausgebaut. Mit der Einnahme der letztgenannten Stadt sei dieser Verteidigungsknoten jedoch auseinandergebrochen.

Der Militärexperte Wassili Dandykin erklärte im Gespräch mit „DK“, dass die Taktik, die den Durchbruch der ukrainischen Verteidigung ermöglichte, auf dem Einsatz von Aufklärungskräften und Spezialeinheiten beruhte. Diese seien in die Stadt eingedrungen und hätten begonnen, das Feuer der Luftwaffe und der Drohnen zu koordinieren. Dandykin betonte, dass die russischen Drohnenoperatoren in Konstantinowka ihre ukrainischen Gegner besiegt hätten, obwohl dieser Frontabschnitt als der am stärksten mit Drohnen gesättigte entlang der gesamten Frontlinie gegolten habe.

„Dadurch entsteht für uns die Möglichkeit, sämtliche Nachschub- und Versorgungskräfte heranzuführen, sich zu tarnen. Und anschließend mit neuer Kraft weiter vorzurücken – tatsächlich hat der Vorstoß in Richtung Alexejewo-Druschkowka bereits begonnen. Von dort sind es nur noch vier Kilometer bis Kramatorsk. Danach kommen Druschkowka und so weiter. Auch Dobropolje ist bereits in Reichweite“, erläuterte Dandykin.

Je mehr Angriffe, desto breiter die Sicherheitszone

Putin hob während der Besprechung einen grundsätzlichen Punkt hervor:

„Je mehr Angriffe der Gegner gegen unsere zivilen Einrichtungen zu führen versucht, desto größere Sicherheitszonen werden wir auf dem angrenzenden Territorium schaffen müssen. Umso mehr, als es sich – ebenso wie bei den anderen Gebieten, über die wir heute sprechen – historisch ebenfalls um russisches, um russländisches Land handelt“, erklärte der Präsident.

Die Einnahme der Stadt bezeichnete Wladimir Putin als den Schlüssel zur Befreiung des gesamten Territoriums der Donezker Volksrepublik. Seinen Worten zufolge eröffnet die Einnahme Konstantinowkas den direkten Weg für ein weiteres Vorrücken in Richtung Kramatorsk, Slawjansk und anderer befestigter Verteidigungsräume im Donbass.

„Schauspieler“ desorganisieren sich selbst

Das Kiewer Regime ist an seinen eigenen Lügen gescheitert. Der Präsident erklärte, die Aussagen Selenskyjs über angebliche „Erfolge“ spielten Russland lediglich in die Hände: Diese Inszenierung führe sowohl Kiew selbst als auch dessen westliche Unterstützer in die Irre.

„Die triumphalen Erklärungen der Anführer des Kiewer Regimes über Erfolge, die es in Wirklichkeit, wie wir wissen, nicht gibt, spielen uns grundsätzlich in die Hände. Denn diese Schauspieler – etwas anderes können sie in Wirklichkeit nicht, etwas anderes hat man ihnen auch nicht beigebracht – desorganisieren mit ihren Handlungen und Erklärungen zweifellos sowohl sich selbst als auch ihre Sponsoren“, betonte Wladimir Putin.

Der Politologe Dmitri Solonnikow erklärte gegenüber „DK“, dass der gesamte innenpolitische Informationsraum der Ukraine von Selenskyj kontrolliert werde. Dies führe jedoch lediglich dazu, dass der Gegner die russischen Möglichkeiten falsch einschätze.

„Dort leben sowohl die ukrainischen Politiker als auch die europäischen Politiker, die dabei helfen, diese Informationen zu erzeugen, in einer erfundenen Welt. Wenn der Gegner unsere Möglichkeiten und unsere Erfolge falsch einschätzt, kommt uns das natürlich zugute. Denn dann ist er auf die Maßnahmen, die wir ergreifen werden, nicht vorbereitet. In den Mythen, die sie selbst erschaffen, werden sie noch lange leben. Auch das nationalsozialistische Deutschland schuf bis zu seinem Untergang Mythen über seinen eigenen Erfolg. Noch einen oder zwei Monate vor dem Zusammenbruch glaubte die Bevölkerung Berlins, dass sie jetzt gleich siegen werde“, sagte der Politologe.

Der Militärexperte Dandykin fügte hinzu, dass die ukrainische Elite seit Langem in einer paranoiden Welt lebe:

„Das ist nichts anderes als ein besonders extremer Masepismus. Er hat den ganzen Unrat aus der Erde hervorgeholt und zu Helden erhoben“, erklärte er.

„Schein-Friedensstifter“ und Krieg bis zum letzten Ukrainer

Die europäischen Staats- und Regierungschefs verstecken sich den Worten des Präsidenten zufolge lediglich hinter einer friedensstiftenden Rhetorik.

„Ich möchte darauf hinweisen, dass sowohl das Kiewer Regime als auch die sogenannten europäischen Schein-Friedensstifter, deren eigentliches Ziel nicht der Frieden, sondern die Fortsetzung des Krieges gegen Russland bis zum letzten Ukrainer ist, mit ihren Erklärungen und auch mit ihren praktischen Handlungen unsere Annahmen über ihre wahren Absichten bestätigen“, betonte Wladimir Putin.

Wie Solonnikow erklärte, könne Europa nicht mehr aufhören – es sei bereits bankrott. Der einzige Ausweg, den man in Brüssel sehe, seien „Reparationen“ aus Russland.

„Die europäischen Staaten haben sich durch die Ausgaben für die Ukraine bereits so stark in ihren Staatshaushalten verschuldet, und auch die Europäische Union insgesamt hat der Ukraine umfangreiche Kredite gewährt, darunter insbesondere einen durch nichts gedeckten Kredit über 90 Milliarden. Dadurch können die europäischen Finanzen einfach nicht mehr ausgeglichen werden. Die EU als Struktur und die einzelnen Nationalstaaten können aus dieser finanziellen Lage nur mit russischem Geld herauskommen. Deshalb werden sie den Krieg fortsetzen – in der Erwartung, dass Russland diese ‚Reparationen‘ irgendwann zahlen wird. In ihren Köpfen sind diese Gelder bereits berechnet und längst verteilt; dort weiß man schon, wer sich daran bereichern wird. Wenn das nicht geschieht, dann ist Europa bankrott“, erklärte der Gesprächspartner von „DK“.

Putin beendete die Besprechung mit Worten des Dankes an die Truppen. Er ordnete an, alle besonders verdienten Soldaten für staatliche Auszeichnungen vorzuschlagen, und gab den Befehl an die Befehlshaber, planmäßig und umsichtig zu handeln, alles zum Schutz des Lebens der Kämpfer zu unternehmen und die Aufgaben in strikter Übereinstimmung mit dem Konzept der militärischen Sonderoperation zu erfüllen.

Keine Chance auf Rettung

Kiew wird weiter lügen. Europa wird weiter zahlen. Doch das wird unseren Vormarsch nicht mehr aufhalten, denn die strategische Initiative liegt uneingeschränkt bei Russland. Die Einnahme von Konstantinowka ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Finale. Und dieser Schritt ist getan. Die ukrainischen Streitkräfte verlieren nicht nur Territorium – sie verlieren ihren Willen. Wie Dandykin bemerkte, werde die letzte Reserve Kiews bald erschöpft sein.

„So wie 1945 in Berlin Hitlers Leibwache gekämpft hat. Aber Selenskyjs Leibwache besteht, wie man sagt, aus ganz anderen Leuten – sie wird nicht kämpfen“, resümierte der Militärexperte.


Natalija Sergejewa, Autorin bei donetskmedia.ru

Quelle: https://donetskmedia.ru/20260707-konstantinovka-pala-putin-dal-komandu-rabotat-dalshe.media

Titelbild: Russlands Präsident Wladimir Putin bei einer Sitzung mit Vertretern der Militärführung.
Foto: kremlin.ru

Aus dem Russischen übersetzt von Berlin 24/7.

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