Video – Wilhelm Domke Schulz im Interview mit Michael Meyen: „Das Feindbild Ostzone“

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  • September 13, 2025
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War der Anschluss der DDR an die BRD eine feindliche Übernahme? Nach Wilhelm Domke-Schulz, Filmemacher und Gesellschaftsanalytiker, habe sich die alte Bundesrepublik in den 1990ern den kleinen Bruder aus dem Osten wegen Profitgier und des Erhalts der wirtschaftlichen Vormachtstellung im Eiltempo einverleibt. Mit der Folge, dass die Wirtschaft der DDR nach kurzer Zeit brachlag. Generell werde das „Feindbild Ostzone“ bis zum heutigen Tag aufrechterhalten, wie er betont, und das vermittelte Bild über die DDR sei traditionell negativ und mit absolut eingeschränktem Horizont.

Standbild aus dem Video

Der bekennende Ostberliner hat aber trotz dieser schmerzhaften Erfahrung seinen Idealismus nicht verloren und stellt sich nach wie vor in den Dienst der Aufklärung. In den vergangenen Jahren reiste er mehrere Male in die Ukraine und produzierte mehrere Dokumentarfilme über den dortigen Krieg. Dieser Mut sorgte dafür, dass er in Kiew auf die Feindesliste gesetzt und in Berlin als Putins Einflussperson betitelt wurde.

Im Gespräch mit Michael Meyen erzählt Wilhelm Domke-Schulz, warum die DDR noch immer ein Gegenmodell zum heutigen neoliberalen System darstellt, warum ein Filmemacher auch immer Gesellschaftsanalytiker sein müsse und er stellt seine 2019 erschienene Autobiografie „Werners wundersame Reise durch die DDR“ sowie zukünftige Projekte vor.

Link zum Buchkauf: https://www.eulenspiegel.com/verlage/eulenspiegel-verlag/neuerscheinungen/titel/2283-werners-wundersame-reise-durch-die-ddr.html

Inhaltsübersicht:

0:02:07 Braucht man heute noch eine ostdeutsche Perspektive auf die deutsche Geschichte?

0:12:01 Ein Rückblick auf die DDR des Wilhelm Domke-Schulz

0:20:50 Ein Blick auf die BRD heute

0:32:32 Warum ist die DDR ein Gegenmodell zum heutigen System?

0:44:14 Diktatur oder Diktatur des Proletariats?

0:50:21 Die Wahrheit über die Mauer

0:59:45 Feindliche Übernahme

1:15:16 Die Überlegenheit heutiger Zensur

1:23:29 Antrieb und Vermächtnis

Wilhelm Domke-Schulz wurde in Ost-Berlin (damals Hauptstadt der DDR) geboren. Er studierte Film- und Fernsehwissenschaften sowie Spielfilmdramaturgie an der Konrad-Wolf-Filmuniversität in Potsdam-Babelsberg. Zunächst arbeitete er als freiberuflicher Filmdramaturg für Spiel- und Dokumentarfilme in Berlin, Potsdam und Leipzig. 1991 wurde er freier Filmproduzent und leitet seitdem die Filmfirma domke-schulz-film in Sachsen. Gleichzeitig war er viele Jahre Universitäts- und Hochschuldozent für Dokumentarfilm und Spielfilm. Bis heute hat er rund 90 Filme gedreht, hauptsächlich Reportagen und Geschichtsdokumentationen für das Fernsehen sowie künstlerische Dokumentarfilme.

2019 debütierte er als Buchautor mit „Werners wundersame Reise durch die DDR».

Filmographie (Auszug)

2025 – „Die Geschichte wiederholt sich“, Festivalpreise in Wolgograd und Sewastopol

2024 – „Weg“ (Neue Regionen Russlands)

2024 – „Sterne des Donbass“, Festivalpreis 2024 in Omsk

2023 – „Tschetschenien, ein Reisetagebuch“

2023 – „Gesichter des Donbass“

2022 – „Leben und Sterben im Donbass“, Festivalpreis 2023 in Grosny

2019 – „Remember Odessa“ Festivalpreise in Sewastopol, Minsk, Stockholm, Moskau und Kalkutta

2018 – „Krimreise“ Festivalpreis in St. Petersburg

2015 – „Kriegskind“

2012 – „Rauhmannstag“

2002 – „Leben im Stillstand – Ein Nah-Ost-Tagebuch“ Festivalpreis in Chicago

2000 – „Kuba ist so schön“

Disclaimer: Berlin 24/7 bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion Berlin 24/7 widerspiegeln. Wir bemühen uns, unterschiedliche Sichtweisen von verschiedenen Autoren – auch zu den gleichen oder ähnlichen Themen – abzubilden, um weitere Betrachtungsweisen darzustellen oder zu eröffnen. 

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