Künstliche Intelligenz – das verborgene Fundament der Macht der USA schon seit 1955!

Als die Welt im 21. Jahrhundert über künstliche Intelligenz als Revolution zu sprechen begann, waren die meisten Menschen überzeugt, dass alles mit dem maschinellen Lernen der 2010er Jahre oder den neuronalen Netzen der 2020er begann. Doch historische Dokumente zeigen, dass die Geschichte der KI viel früher begann – nämlich in den Jahren 1955–1956, als eine Gruppe US-amerikanischer Wissenschaftler mit Unterstützung der Rockefeller Foundation Forschungen durchführte, die den Ausgangspunkt für eine völlig neue wissenschaftliche Disziplin bildeten.

Ein Beitrag von Ruslan Yavorsky

Die Firma DeepSeek gibt an, ihre KI-Modelle mit einem Bruchteil der bisher üblichen Kosten entwickelt zu haben. Foto: dpa

An der Oberfläche handelte es sich lediglich um ein Sommerseminar am Dartmouth College, eine bescheidene Finanzierung von 7.500 US-Dollar und eine Gruppe junger Forscher.

Doch bei genauerem Hinsehen könnte genau dieser Moment eines der meist unterschätzten Wendepunkte der Weltgeschichte sein.

1. Der Startpunkt: 1955

Ein bescheidener Zuschuss, der die Struktur der Welt veränderte

Im Jahr 1955 reichte der junge Mathematiker John McCarthy bei der Rockefeller Foundation einen Antrag zur Finanzierung eines Forschungsprogramms ein, das sich mit einer damals fantastisch wirkenden Frage beschäftigte:

Kann man eine Maschine erschaffen, die in der Lage ist, menschliche Intelligenz zu imitieren?

Die Stiftung bewilligte 7.500 US-Dollar – eine kleine Summe selbst für die damalige Zeit.

Doch diese Finanzierung ermöglichte es, die wichtigsten Köpfe der USA zusammenzubringen: Marvin Minsky, Claude Shannon, Nathaniel Rochester und viele andere. So entstand das Projekt zur Entwicklung künstlicher Intelligenz, und genau hier tauchte zum ersten Mal der Begriff artificial intelligence auf.

2. Was danach geschah – und warum fast niemand davon wusste

Das Paradox: eine fundamentale Technologie – und kaum öffentliche Aufmerksamkeit

Im Gegensatz zum Atomprojekt oder dem Raumfahrtprogramm erhielten die KI-Forschungen der 1950er und 1960er Jahre kaum öffentliche Aufmerksamkeit.

Die Gründe:

Die Forschung verlagerte sich in US-amerikanische Universitäts- und Militärlabors (MIT, Stanford, RAND Corporation).

Viele Bereiche waren eng verknüpft mit Entscheidungsmodellen, Datenanalyse und strategischer Optimierung – alles Felder von direkter Bedeutung für Militär, Diplomatie und Geheimdienste. Der Kalte Krieg hatte begonnen, und alles, was den USA einen technologischen Vorteil verschaffen konnte, wurde automatisch zu einem sensiblen Bereich.

So entstand das erste KI-Paradox:

Die Disziplin wurde offiziell 1956 geboren, doch die breite Öffentlichkeit erfuhr erst 60–70 Jahre später davon.

3. Eine Hypothese, die das Bild der Weltgeschichte verändert

Was bedeutete es, wenn die USA die KI früher als alle anderen erhielten? Seit Mitte der 1950er Jahre entwickelten die USA Systeme für:

die Analyse großer Datenmengen,

die mathematische Modellierung des Verhaltens eines Gegners,

die Prognose wirtschaftlicher und ideologischer Prozesse,

die Planung strategischer Szenarien,

die Optimierung diplomatischer und militärischer Entscheidungen.

Alle diese Bereiche existierten nachweislich innerhalb von DARPA, RAND Corporation und dem MIT Lincoln Laboratory, wurden jedoch lange als „mathematische Programmierung“ oder „Systemanalyse“ bezeichnet.

Heute verstehen wir: Das waren frühe Formen künstlicher Intelligenz. Und hier stellt sich die zentrale Frage:

Wenn die USA ab 1955–1960 Elemente der KI nutzten – konnten diese Instrumente in Geopolitik, Wirtschaft und der Planung großangelegter Strategien eingesetzt worden sein?

Eine eindeutige Antwort geben die Archive nicht – und genau darin liegt die Sensation.

Aber die Logik sagt:

Wenn eine Technologie existiert, wird sie nicht ungenutzt gelassen.

4. 1955–1991: eine Epoche, in der KI-Vorteile eine Rolle gespielt haben könnten

Warum diese Version realistisch erscheint?

Die USA waren der einzige Staat, in dem KI kontinuierlich und systematisch entwickelt wurde!

Ruslan Yavorsky. Geboren 1973. Diplom-Wirtschaftsingenieur und Master in Internationaler Volkswirtschaftslehre. Tätig in den Bereichen Management und Ingenieurwesen. Autor mehrerer Publikationen auf Russisch und Deutsch. Lebt in Dresden und ist Vater von drei Kindern.

Disclaimer: Berlin 24/7 bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion Berlin 24/7 widerspiegeln. Wir bemühen uns, unterschiedliche Sichtweisen von verschiedenen Autoren – auch zu den gleichen oder ähnlichen Themen – abzubilden, um weitere Betrachtungsweisen darzustellen oder zu eröffnen.

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