Seymour Hersh: US-Ultimatum an Kiew verhinderte neue Friedensverhandlungen

  • POLITIK
  • März 22, 2024
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Nach Informationen des Journalisten Seymour Hersh hat Washington erneut Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau blockiert. Das sei durch eine Erpressung gegenüber der ukrainischen Führung geschehen.

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„Vor einigen Monaten“ hätten Moskau und Kiew erneut „am Rande einer vernünftigen Verhandlung“ gestanden, zitiert der US-Journalist Seymour Hersh einen namentlich nicht genannten US-Regierungsbeamten. Als die US-Führung von der möglichen Verhandlungseinigung erfahren habe, sei Präsident Wolodymyr Selenskyj ein Ultimatum gestellt worden: Wenn es zu Verhandlungen und einer Einigung komme, werde die jährliche Unterstützung der USA für Kiew in Höhe von 45 Milliarden US-Dollar für zivile Mittel gestoppt.

In einem aktuellen Beitrag vom Donnerstag auf seinem Blog schreibt Hersh, dass die US-Administration unter Joseph Biden aber weiterhin jede Chance auf nennenswerte Fortschritte bei den Friedensgesprächen ausschlage. Sein Informant sei über die laufenden Gespräche zwischen den führenden ukrainischen und russischen Militärs informiert.

Hersh verweist darauf, dass der russische Präsident Wladimir Putin in einem Interview nach den Wahlen am vergangenen Freitag seine Bedingungen für Friedensgespräche mit der ukrainischen Führung unter Selenskyj erklärt habe. „Es wäre lächerlich, wenn wir jetzt verhandeln würden, nur weil ihnen [dem ukrainischen Militär] die Munition ausgeht“, habe Putin gesagt und hinzugefügt:

„Dennoch sind wir offen für eine ernsthafte Diskussion, und wir sind bestrebt, alle Konflikte, insbesondere diesen, mit friedlichen Mitteln zu lösen.“

Putin wiederholte die Bereitschaft zu Verhandlungen, die aber nicht auf Wunschdenken beruhen dürften. Sie müssten „auf den Realitäten basieren, die sich, wie in solchen Fällen, vor Ort entwickelt haben“. Doch mit der Bereitschaft auf der anderen Seite sieht es eher schlecht aus, wie die Informationen zeigen, die Hersh wiedergibt.

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