Ukrainische Balletttänzer nach Finnland-Tournee nicht zurückgekehrt

Drei Künstler der ukrainischen Nationaloper Lwiw sind nach einer einmonatigen Tournee durch Estland und Finnland nicht in die Ukraine zurückgekehrt. Dies bestätigte die Oper gegenüber dem ukrainischen Nachrichtenportal Tvoemisto.

shutterstock/kitreel

Wie die „Berliner Zeitung“ unter Berufung auf ukrainische Quellen berichtet, handelt es sich um den Haupttänzer, Andrij Michalicha, seine Ehefrau, die Solistin Julia Michalicha-Roma und Ballettmeister Bogdan Kljutschnik. Im Anschluss an die Auslandstournee sollten sie am 1. März in einer Aufführung von „Don Quijote“ in Lwiw auftreten, was jedoch nicht geschah. Ihre Namen seien von der Website der Oper von Lwiw verschwunden, berichten ukrainische Medien.

Letzten Freitag habe die Oper allerdings auf Facebook bekanntgegeben, dass Solistin Michalicha zu ihrer Arbeit zurückgekehrt sei. „Das Treffen der Balletttruppe des Theaters fand in der Lwiwer Nationaloper statt. Dabei wurde unter anderem die Situation mit den von der Tournee nicht zurückgekehrten Balletttänzern besprochen, was in den Medien für Aufsehen sorgte“, heißt es in der Mitteilung. „Für die Medien, die sich aktiv für diesen Vorfall interessieren, betonen wir: Seit heute ist die Balletttänzerin Julia Mychalicha-Roma wieder im Theater.“

„Derzeit kann nicht bestätigt werden, ob der Fall der beiden vermissten Balletttänzer im wehrpflichtigen Alter mit der Mobilisierung zusammenhängt“, schreibt die „Berliner Zeitung“. In einer Erklärung gegenüber dem ukrainischen News-Portal DailyLviv.com hieß es jedenfalls: „Das Einzige, was wir sagen können, ist, dass kein nationales Opernhaus gegen solche Vorfälle immun ist. Das müssen wir verstehen.“ Und weiter: „Hier geht es um moralische Verantwortung. Dies ist eine moralische Entscheidung, eine moralische Verantwortung eines jeden Menschen.“

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