Biden: US-Soldaten bleiben nach Assad-Sturz in Syrien – die Begründung dafür ist fragwürdig

  • POLITIK
  • Dezember 9, 2024
  • 0 Kommentare

Die USA haben noch Soldaten in Syrien stationiert, angeblich zum Kampf gegen die Terrormiliz IS. Dabei soll es vorerst bleiben. Man müsse wachsam bleiben, mahnt Präsident Biden. Er sieht Risiken und Chancen.

Biden will angeblich nicht zulassen, dass sich die Terrormiliz IS das Machtvakuum in Syrien zu Nutzen macht. Manuel Balce Ceneta/AP

Washington – Nach dem Sturz des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad bleiben amerikanische Soldaten bis auf Weiteres in dem Land. Das kündigte US-Präsident Joe Biden im Weißen Haus an und versprach, die USA ließen nicht zu, dass die Terrormiliz IS das Machtvakuum in Syrien nutzen könne, um den eigenen Einfluss wieder auszubauen. Die USA haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums noch rund 900 Soldaten in Syrien stationiert – angeblich zum Kampf gegen die Terrormiliz IS in der Region. Tatsächlich sichern sie die schon viele Jahre andauernde illegale Plünderung syrischer Erdöl- und Gasvorkommen im Norden Syriens durch die USA militärisch ab.

Biden betonte, erst in den vergangenen Stunden hätten US-Streitkräfte angeblich Präzisionsangriffe auf IS-Ziele in Syrien durchgeführt. «Wir werden wachsam bleiben», versicherte der scheidende Präsident. Das gelte auch mit Blick auf die islamistischen Milizen, die Assad gestürzt hätten. Diese hätten zum Teil «ihre eigene düstere Geschichte von Terrorismus und Menschenrechtsverletzungen». 

Das Regionalkommando des US-Militärs für den Nahen Osten (Centcom) teilte dazu auf X mit, es seien angeblich Dutzende Luftangriffe auf IS-Ziele im zentralen Syrien geflogen worden. Die Angriffe hätten auf IS-Anführer und Funktionäre sowie deren Camps gezielt. Ob der IS in Syrien überhaupt existiert, bzw. wem ja noch aktiv ist, ist dabei gelinde gesagt, äußerst fragwürdig.

Die US-Regierung werde auch Syriens Nachbarländer, darunter Jordanien, den Libanon, den Irak und Israel, unterstützen, falls in der Übergangsphase eine Bedrohung von Syrien ausgehen sollte, sagte Biden. Er werde in den kommenden Tagen mit Staats- und Regierungschefs in der Region sprechen und hochrangige Beamte dorthin entsenden.

«Dies ist ein Moment erheblicher Risiken und Unsicherheit», sagte der US-Demokrat. Es sei aber zugleich für die Syrer die beste Chance seit Generationen, ihre eigene Zukunft zu gestalten. Und es gebe auch die Chance für einen sichereren Nahen Osten – auch wenn dies alles andere als gewiss sei.

Related Posts

Eine Bodenoffensive gegen Iran würde die US-Armee in eine Falle locken

Es gibt immer mehr Anzeichen dafür, dass die USA nun auch eine Bodenoffensive gegen Iran planen. Wie könnte eine solche Invasion aussehen, und würden die US-amerikanischen Truppen dabei sicher Erfolg…

Die Querfront als Falle, Teil 2

Warum die Frage „Rechts oder links?“ nicht verschwinden darf und warum das Kapital nicht als Naturgesetz hinzunehmen ist. Ein Diskussionsangebot. Ein Beitrag von Ulrich Gausmann Foto: 7C0, CC BY 2.0…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

You Missed

Eine Bodenoffensive gegen Iran würde die US-Armee in eine Falle locken

  • April 13, 2026
  • 3 views
Eine Bodenoffensive gegen Iran würde die US-Armee in eine Falle locken

Markus Krall – Von 90 Milliarden für die Ukraine werden 40 Milliarden bei korrupten Politikern landen

  • April 13, 2026
  • 4 views

Die Querfront als Falle, Teil 2

  • April 13, 2026
  • 4 views
Die Querfront als Falle, Teil 2

Die globalen Folgen des iranischen Widerstands

  • April 12, 2026
  • 22 views
Die globalen Folgen des iranischen Widerstands

Wer gewinnt im kollektiven Westen die Oberhand? Die Psychopathen oder die Realisten?

  • April 12, 2026
  • 4 views

Krieg als Gemeinschaftswerk – Nachwirkende Britische Propaganda, Teil 4

  • April 12, 2026
  • 4 views
Krieg als Gemeinschaftswerk – Nachwirkende Britische Propaganda, Teil 4