Die höchsten Renten gibt es in NRW und im Saarland, die niedrigsten nach wie vor in Ostdeutschland

  • POLITIK
  • November 26, 2024
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Trotz des demografischen Wandels ist der Rentenbeitragssatz weitgehend stabil. Dies und andere Daten beleuchtet ein neuer Bericht der Deutschen Rentenversicherung. An dem Trend, dass die höchsten Renten nach wie vor im Westen und die niedrigsten im Osten Deutschlands ausgezahlt werden, hat sich auch im 35. Jahr des Beitritts der DDR zum Geltungsbereich des westdeutschen Grundgesetzes nichts geändert.

(Archivbild) Fernando Gutierrez-Juarez/dpa

Männer aus Nordrhein-Westfalen und dem Saarland erhalten im bundesweiten Vergleich die höchsten Altersrenten. Das geht aus dem Rentenatlas der Deutschen Rentenversicherung hervor. Die durchschnittliche Altersrente von Männern mit mindestens 35 Versicherungsjahren lag demnach in NRW im Jahr 2023 brutto bei rund 1.923 und im Saarland bei rund 1.920 Euro, mehr als 100 Euro über dem Bundesdurchschnitt.

Frauen bekommen deutlich weniger Rente

Bundesweit lag der Rentendurchschnitt nach mindestens 35 Versicherungsjahren für Männer bei 1.809 und für Frauen bei 1.394 brutto, insgesamt also bei 1.623 Euro. Saarland und NRW führen, auch mit den Renten der Frauen einberechnet, die Bundesländer-Rangliste mit durchschnittlich 1.741 und 1.708 Euro Rente an.

Grund für die verhältnismäßig hohen Renten in NRW und dem Saarland ist laut Bericht früher gut bezahlte Arbeit im Bergbau. Die guten Löhne von damals machten sich heute bei der Rente bemerkbar. Am unteren Ende der Rangliste liegen die ostdeutschen Bundesländer Sachsen mit durchschnittlich 1.529 Euro, Mecklenburg-Vorpommern mit 1.527, Sachsen-Anhalt mit 1.515 und Thüringen mit 1.509.

Rentenbeitragssatz ist seit über 20 Jahren weitgehend stabil 

Trotz der deutlich gestiegenen Zahl gezahlter Renten sei der Beitragssatz zur Rentenversicherung heute niedriger als noch vor der Jahrtausendwende, heißt es im Bericht. 1997 habe er noch bei 20,3 Prozent gelegen, heute seien es 18,6 Prozent. 

In den vergangenen Jahren wurde der demografische Wandel also ohne Anpassung des Beitragssatzes bewältigt. Grund hierfür sei unter anderem der deutliche Anstieg der Erwerbstätigkeit von Frauen und Älteren und Zuwanderung. Insgesamt zahlte die Deutsche Rentenversicherung im vergangenen Jahr 25,9 Millionen Renten. 

Etwa 7 Prozent der Zahlungen gehen ins Ausland

6,6 Prozent der Rentenzahlungen der Deutschen Rentenversicherung gingen im Vorjahr ins Ausland. Das entspricht etwa 1,7 Millionen Renten. Rund 86 Prozent aller Auslandsrenten erhalten ausländische Staatsangehörige, die durch ihre Beitragszahlungen an die Deutsche Rentenversicherung Rentenansprüche erworben haben. Die größte Gruppe unter ihnen sind dem Bericht zufolge Italiener: rund 349.000 erhalten Rente von der Deutschen Rentenversicherung.

Rund 14 Prozent der Auslandsrenten werden an Deutsche ausgezahlt, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt fest im Ausland haben. Hier hat Österreich demnach den höchsten Anteil mit etwa 29.000 Renten.

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