Kretschmer mit Wagenknecht zusammengetroffen – Regierungsbildung in Sachsen im Mittelpunkt

  • POLITIK
  • September 10, 2024
  • 0 Kommentare

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich am Montagnachmittag mit der BSW-Vorsitzenden Sahra Wagenknecht getroffen. Wie die CDU dem MDR bestätigte, fand das Gespräch in Berlin statt. Ziel sei es gewesen, die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit auszuloten. Zuerst hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland über das Treffen berichtet.

shutterstock/photocosmos1

Wagenknecht hatte auf einem persönlichen Austausch bestanden, bevor mit ihrer Partei auf Landesebene verhandelt wird. Die CDU braucht das BSW, um künftig eine Koalition zu bilden. Ein Treffen mit der SPD ist für kommende Woche geplant.

Bei dem Gespräch soll es laut CDU unter anderem um die politische Lage im Freistaat Sachsen gegangen sein sowie um neue Möglichkeiten direkter Demokratie und die Corona-Aufarbeitung. Außerdem seien auch landespolitische Themen wie Bildung, Sicherheit und Sozialpolitik besprochen worden, berichtet tagesschau.de. Ein weiterer Fokus soll im Austausch zu außenpolitischen Positionen gelegen haben. In den kommenden Tagen seien Gespräche zwischen der Sächsischen Union und dem sächsischen BSW geplant.

Während des Wahlkampfes hatte sich Kretschmer kritisch über den Versuch Wagenknechts geäußert, Bedingungen für eine mögliche Zusammenarbeit mit der CDU in Sachsen und Thüringen zu bestimmen. Vor zweieinhalb Wochen sagte er: „Die Zeiten vom Politbüro sind vorbei, wo jemand in Berlin entscheiden konnte, was vor Ort passiert.“

Bei der Landtagswahl am 1. September wurde das BSW mit 11,8 Prozent der Stimmen drittstärkste Partei in Sachsen. Mit 31,9 Prozent der Stimmen wurde die CDU knapp vor der AfD (30,.6 Prozent) stärkste Partei im Freistaat. Die Wahlbeteiligung lag bei 74,4 Prozent. In Sachsen wäre eine Koalition der CDU mit SPD und BSW möglich. Für eine Mehrheitsregierung ist die CDU in Sachsen auf das BSW angewiesen.

Den Vorschlag einer Minderheitsregierung weist Kretschmer zurück. Für die Regierungsbildung bleiben den gewählten Parteien vier Monate Zeit.

  • Related Posts

    Sind den EU-Machteliten Menschenrechte und Demokratie ein Dorn im Auge?

    Diesmal haben die Sanktionen den Schweizer Oberst Jacques Baud erwischt. Recht ist in der EU zunehmend ein Produkt der Willkür. Das zeigt sich an diesen nach innen gerichteten Sanktionen ebenso…

    Lord Skidelsky entlarvt Kriegshetzer, Teil 2 – Das Budapester Memorandum

    Von NATO-Propagandisten viel zitiert, soll damit Russlands Unfähigkeit belegt werden, internationale Abkommen zu halten. Aber auch das ist nur eine Luftnummer. Warum sollte sich Moskau an ein Abkommen halten, nachdem…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    You Missed

    Nazis im Laufe der Zeit

    • Dezember 31, 2025
    • 4 views

    Sind den EU-Machteliten Menschenrechte und Demokratie ein Dorn im Auge?

    • Dezember 30, 2025
    • 9 views
    Sind den EU-Machteliten Menschenrechte und Demokratie ein Dorn im Auge?

    Schreiben als Schlupfwinkel – Buchtip

    • Dezember 30, 2025
    • 7 views

    Lord Skidelsky entlarvt Kriegshetzer, Teil 2 – Das Budapester Memorandum

    • Dezember 29, 2025
    • 67 views
    Lord Skidelsky entlarvt Kriegshetzer, Teil 2 – Das Budapester Memorandum

    Picasso, Busch und Brecht 

    • Dezember 29, 2025
    • 9 views

    Denk ich an Schlandi in der Nacht …

    • Dezember 29, 2025
    • 10 views