„Die Geschichte wird von den Siegern geschrieben“ – ein häufig zitierter Satz, der sich in Deutschland mächtig und nachhaltig entfaltet hat. Insbesondere wurde die Darstellung Deutschlands als imperialistische Großmacht nach beiden Weltkriegen maßgeblich von den Siegermächten geprägt und tief im kollektiven Gedächtnis Europas und der Welt verankert. Dieses Narrativ hat nicht nur die Wahrnehmung deutscher Geschichte und Identität beeinflusst, sondern auch politisch und gesellschaftlich tiefe Auswirkungen auf Deutschland selbst gehabt. Vor allem den Briten gelang es, das Bild vom „imperialen Deutschland“ zu etablieren, und es gilt, aufzuzeigen, welche Funktion diese Narration erfüllt hat und welche Folgen dies für Deutschland und seine Erinnerungskultur hat.
Ein Beitrag von Wolfgang Effenberger

Maßgeblich an diesem „Erfolg“ beteiligt war der heute noch von Vielen als Pazifist und Anhänger der sozialistischen Fabian-Society gefeierte britische Propagandist und politische Intellektuelle H.G. Wells (1866–1946)
Der Grundstein für diesen Propaganda-Erfolg wurde durch das nur 2 Jahre nach dem desaströsen Burenkrieg (1899-1902) gegründete „Committee of Imperial Defence“ gelegt. Großbritannien wollte für die kommenden Kriege besser vorbereitet sein. So wurde in diesem Kommittee auf eine Optimierung der künftigen kriegerischen Handlungsfähigkeit hingearbeitet, vor allem im Blick auf ein mögliches Konfliktszenario mit dem Deutschen Reich. In diesem Rahmen wurden nicht nur militärische Planungen, Flottenbau und Bündnisse mit Frankreich (Entente cordiale) ausgearbeitet, sondern auch Ansätze einer vorausblickenden Informations und Meinungssteuerung entwickelt, die später in moderne Kriegspropaganda münden sollten. (1)
Schon vor dem August 1914 war die britische Kriegsmaschinerie – Marine, Generalstab und diplomatische Koordination mit Frankreich – bereits stark auf eine mögliche Konfrontation mit Deutschland ausgerichtet. Die britische Öffentlichkeit war durch vorangegangene Jahre des Flotten- und Rüstungswettlaufs und eine wachsende Germanophobie in der Presse emotional mobilisiert und auf ein Feindbild eingeschworen, sodass ein Krieg gegen Deutschland vielen als „naturgegeben“ erschien. (2)
Mit dem Kriegseintritt im August 1914 setzte Großbritannien diese Vorbereitungen nicht nur militärisch, sondern gleichzeitig kommunikativ um: Noch im Spätsommer 1914 entstand das War Propaganda Bureau im Wellington House, dem zentralen Knotenpunkt gezielter britischer Kriegs und Außenpropaganda. Hier wurden autorisierte, aber bewusst „privat“ verkleidete Publikationen, Flugblätter und Berichte gesteuert, deutsche „Greueltaten“ in Belgien verbreitet und gezielt die amerikanische Öffentlichkeit angesprochen – der Krieg wurde also von Anfang an nicht nur als militärische, sondern als gemeinschaftliche Leistung von Staat, Medien und Intellektuellen inszeniert. (3)
Von der institutionellen Kriegsvorbereitung im „Committee of Imperial Defence“ über eine schlagkräftige Kriegsbereitschaft im August 1914 bis hin zur organisierten, gezielten Propaganda: die britische Kriegführung wird von 1904 an als durchgehende Verbindung von Planung, militärischer Schlagkraft und publizistischer Mobilisierung gedacht, in der H. G. Wells’ frühe Kultur und Kriegsrhetorik einen ideellen Auftakt und die späteren Propagandakampagnen bis zu Delmers Radiopsychologie ihren konsequenten Fortgang bildeten. (4)
H. G. Wells war für die britische Kriegspropaganda im Ersten Weltkrieg weniger ein „offizieller“ Propagandist, sondern ein einflußreicher Ideengeber und moralischer Begründungsautor des Krieges. Seine Beiträge lassen sich grob in drei Bereiche fassen:
-publizistische Mobilisierung der Intellektuellen,
-narrative Begründung des Krieges sowie die spätere
-Verankerung im staatlichen Propaganda Apparat, (5)
Wells geprägt von der Fabian Society
Sidney und Beatrice Webb waren das intellektuelle Herzpaar der 1884 gegründeten Fabian Society und prägten sie als führende Theoretiker des reformistischen Sozialismus. Sie machten zusammen die Fabians zu einem Think-Tank für schleichende Reformen (Permeation). Sidney Webb (1859–1947) war Ökonom und Beamter, später Kolonialsekretär (1929–30), (6) Beatrice (1858–1943, geb. Potter), Sozialforscherin und Feministin, brachte empirische Armutsstudien ein und blieb bis zu ihrem Tod Fabian-Präsidentin. Gemeinsam gründeten sie die „London School of Economics“ (1895) und „New Statesman“ (1913),
eine britische politische und kulturelle Wochenzeitschrift, die von den Webbs zusammen mit Bernard Shaw und anderen Fabiern gegründet wurde, um progressive, sozialistische Ideen unter einflussreichen gebildeten Kreisen zu verbreiten
Die London School of Economics (LSE) wird oft als elitärer „Trainingsplatz für Finanzeliten“ kritisiert, die neoliberalen Kapitalismus fördert, statt den ursprünglichen Fabian-Sozialismus der Webbs. Sie zieht als Zentrum des Neoliberalismus Milliardäre und Hedgefonds-Gelder an.
Absolventen wie George Soros oder Bankmanager treiben statt sozialer Gerechtigkeit die Deregulierung voran. Die Schule „verkauft“ ihren Markennamen und nutzt politische Netzwerke amerikanischen Stils, (7)
Die Fabian Society vertrat neben dem reformistischen Sozialismus Ideologien wie Eugenik und Imperialismus, die sie als Mittel zur Verbesserung der Gesellschaft und des britischen Empires sah.
Viele prominente Mitglieder wie der irische Dramatiker George Bernard Shaw (1856–1950) und die Webbs sahen in der Eugenik eine „wissenschaftliche“ Grundlage für soziale Planung. (8)
Sie forderten eine „eugenische Religion“, um die Zivilisation zu retten, und wollte Arme durch staatliche Maßnahmen kontrollieren. Sie verbanden Eugenik mit Sozialreformen wie Mindeststandards für Gesundheit und Erziehung, um die „Rasse“ zu stärken, ohne die Armen vollständig zu eliminieren. (9)
George Bernard Shaw nahm offenbar für die eugenische Verbesserung der Menschheit sogar Gaskammern in Kauf: „Wir sollten uns verpflichtet fühlen, sehr viele Menschen zu töten, die wir jetzt am Leben lassen, und sehr viele Menschen am Leben zu lassen, die wir gegenwärtig töten. Wir sollten alle Ideen über die Todesstrafe loswerden müssen … Ein Teil der eugenischen Politik würde uns schließlich zu einer umfassenden Nutzung der Totenkammer verhelfen. Sehr viele Menschen müssten aus dem Leben gerissen werden, nur weil es die Zeit anderer Menschen verschwendet, sich um sie zu kümmern.“ (10)
Positiv standen sie zur britischen Imperialismus-Politik: Sie unterstützten den Boer-Krieg und die Erhaltung des Empires als Vehikel für „erleuchtete“ sozialistische Verwaltung. In „Fabianism and the Empire“ (1900) rechtfertigten sie Expansion als Weg zu einem „sozialistischen Commonwealth“ und einer „imperialen Rasse“. Kritik an Liberalen gab es schon, aber nicht am Empire selbst. (11)

Wolf im Schafspelz (12)

Die Fabianer waren sie sich so sicher, dass sie sich auf der richtigen Seite der Geschichte befanden, dass sie sich ein sehr entlarvendes Wappentier gaben: Ein Wolf im Schafspelz. Zu entlarvend, muss sich eine spätere Generation von Mitgliedern gedacht haben, und wandelte es in eine aggressiv dreinblickende Schildkröte um.
Wells trat den Fabians auf Empfehlung der Webbs 1903 bei, um den Sozialismus populärer zu machen, und wurde früh ins Exekutivkomitee gewählt. Er wollte der Strategie der Permeation in eine dynamischere, breitere sozialistische Bewegung überführen, prallte aber mit der konservativen Struktur der Fabians unter Shaw und den Webbs zusammen und beendete 1908 seine Mitgliedschaft. (13) Trotzdem blieb Wells ideologisch verbunden – die Vorliebe für Eugenik und Imperialismus teilte er mit Fabians wie Shaw. Sein Bruch schwächte die Fabians kurzfristig, doch sie hielten ihren Kurs. (14)
Wells frühe Kriegsrhetorik und sein klares Feindbild
Bereits vor 1914 trug Wells mit seinen Kriegs und Invasionsszenarien (z. B. „The War in the Air“, 1908) dazu bei, das Bild eines aggressiven, technisiert kriegslüsternen Deutschland zu popularisieren.
Bekannt war H.G. Wells vor allem für seine Science-Fiction-Romane wie „Die Zeitmaschine“ und „Krieg der Welten“. Weniger bekannt, aber von großer Bedeutung für die geistige Neuausrichtung Deutschlands nach 1945, ist Wells’ Rolle als Propagandist und Popularisierer der Weltgeschichte. Seine Werke zielten darauf ab, Nationalismus, Militarismus und die überholten politische Ordnungen der Gegner des Empire zu überwinden und stattdessen ein universales Geschichtsverständnis im Sinn eines anglo-amerikanischen Imperiums, wie es Cecil Rhodes vorschwebte, zu fördern. (15)
So wie Cecil Rhodes oder Bertrand Russell (1872–1970) träumte H. G. Wells (1866–1946), von einem perfekten Weltstaat mit einem „ethischen System“, welches „die Fortpflanzung dessen begünstigt, was in der Menschheit fein, wirksam und schön ist – schöne und starke Körper, einen klaren und mächtigen Geist und einen wachsenden Wissenskörper – und … die Fortpflanzung von niederen und unterwürfigen Typen, von angstgetriebenen und feigen Seelen, von allem, was in den Seelen, Körpern oder Gewohnheiten der Menschen gemein, hässlich und bestialisch ist, kontrolliert“. (16)
Derartige Träumereien und Wells vornehme Zurückhaltung bezüglich der zahlreichen Kolonialkriege und der Kriege zur Sicherung und Expansion des Weltreiches (Konflikte in Indien, Afrika und dem Nahen Osten) seit 1871 sind augenfällig. Great Britain kontrollierte das größte Kolonialreich und war aktiv global militärisch präsent.
Wells Verständnis für Großbritanniens brutales Vorgehen im 2. Burenkrieg (1899-1902) im Sinne des zivilisatorischen Auftrags Britanniens – lässt seine imperialkritische Haltung Deutschland gegenüber in einem anderen Licht erscheinen – und ihn keineswegs als Pazifisten dastehen. (17) Auch in seinem Times-Artikel vom 5. August 1914 argumentierte Wells nicht wirklich pazifistisch, sondern plädierte für einen entschlossenen Krieg gegen das Deutsche Reich, das er als Ursache von Militarismus und „böser Philosophie“ sah. Der Krieg erschien ihm notwendig, um eine neue, friedliche Weltordnung herzustellen. (18)
Diese Texte wurden nach 1914 in der öffentlichen Germanophobie verankert; sie verstärkten die Vorstellung eines „deutschen Drangs nach Weltmacht“, die später in der Propaganda fortgeschrieben wurde. (19)
Auf dem Eucharistischen Weltkongress in Lourdes (25.-26. Juli 1914) deutete der Erzbischof von New York, Kardinal Murphy Farley, die kommende Entwicklung visionär: „Der Krieg, der in Vorbereitung ist, wird ein Kampf zwischen dem internationalen Kapital und den regierenden Dynastien sein. Das Kapital wünscht niemanden über sich zu haben, kennt keinen Gott oder Herrn und möchte alle Staaten als großes Bankgeschäft regieren lassen. Ihr Gewinn soll zur alleinigen Richtschnur der Regierenden werden. Business einzig und allein“. (20)
Anmerkungen und Quellen
1)https://www.vorkriegsgeschichte.de/die-britisch-deutsche-rivalitaet-1900-1914/
2)https://www.spiegel.de/geschichte/deutsch-britisches-wettruesten-das-grosse-fuerchten-a-947457.html
3)https://encyclopedia.1914-1918-online.net/article/war-propaganda-bureau/
4)https://www.europa.clio-online.de/essay/id/fdae-1466
5) https://www.europa.clio-online.de/essay/id/fdae-1466
6)https://www.historeo.de/datum/1884-gruendung-der-fabian-society
7)https://deutsch.wikibrief.org/wiki/London_School_of_Economics
8)http://blog.fair-use.org/2007/09/11/fabians-progressives-and-eugenics/
9)https://radicalteatowel.co.uk/radical-history-blog/the-fabian-society-a-clique-of-bourgeois-socialists
10)Ebda.
11)https://victorianweb.org/history/fabian.html
12)Gemeinfreies Bild unter upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/25/Fabian_Society_coat_of_arms.svg
13)https://www.eiu.edu/historia/Carswell3.pdf
14)http://thomassheridanofficialblog.blogspot.com/2014/05/hg-wells-and-palour-room-blood-lust-of.html
15)Howard Fremeth: H.G Wells, the World State, and the Poltics of History unter https://ojs.lib.uwo.ca/index.php/westernumirror/article/download/16070/12464/39518
16)Wolfgang Effenberger: Schwarzbuch EU & NATO Warum die Welt keinen Frieden findet. Höhr-Grenzhausen 2020, S. 92
17)https://www.academia.edu/99238517/HG_Wells_and_South_Africa
18)https://www.gutenberg.org/files/57481/57481-h/57481-h.htm
19)https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php/Herbert_George_Wells
20)Michael von Taube: Der große Katastrophe entgegen, Leipzig 1937, S.379
21)Wolfgang Effenberger: Schwarzbuch EU & NATO Warum die Welt keinen Frieden findet. Höhr-Grenzhausen 2020, S. 36
22)Ebda., S. 37
23)Robert Kurz: Schwarzbuch Kapitalismus Ein Abgesang auf die Marktwirtschaft München 2002, S. 387
24)https://www.europa.clio-online.de/quelle/id/q63-28354
25)Wilson, John C.B.: A Life of sir Henry Campbell-Dannerman, London 1973, pp. 530-531.
26)Ebda., p. 541
27)Ebda.,, pp. 541-542
28)Ebda., p. 542
29)Hirst, F. W.: In the Golden Days (London: Frederick Muller Ltd, 1947), p. 265.
30)Am 3. Juli 1880 unterzeichneten Vertreter des marokkanischen Sultans, Frankreichs, Großbritanniens, Spaniens, Deutschlands, Italiens, Portugals, Österreich-Ungarns, Belgiens, der Niederlande, Russlands und der USA die Konvention auf der Konferenz von Madrid. Sie garantierte die Unabhängigkeit Marokkos, sicherte Handelsfreiheit („offene Tür“) und regelte Konsulatrechte sowie Zugeständnisse an europäische Mächte, um Konflikte um Einflusszonen zu vermeiden.
31)https://www.abebooks.com/art-prints/MILITARIST-OPPENHEIM-LOUIS-1879-1936/22678127069/bd
32)https://www.europa.clio-online.de/essay/id/fdae-1466
33)https://www.welt.de/geschichte/article119417655/Erster-Weltkrieg-Germanophobie-durch-britische-Graeuelpropaganda.html
34)https://www.academia.edu/71320124/Das_Manifest_der_93_
35)https://en.wikipedia.org/wiki/The_War_in_the_Air
36)https://dystopischeliteratur.wordpress.com/2012/02/09/h-g-well-der-luftkrieg/
37)https://www.welt.de/geschichte/article119417655/Erster-Weltkrieg-Germanophobie-durch-britische-Graeuelpropaganda.html
38)https://zeithistorische-forschungen.de/2-2011/4723
39)https://thewellsian.awh.durham.ac.uk/ojs/index.php/Wellsian/article/download/419/407
40)https://qmro.qmul.ac.uk/xmlui/handle/123456789/1528
41)https://www.academia.edu/121958396/2024_Aerial_Warfare_and_Literary_Dystopia_in_the_Early_Twentieth_Century_Herbert_George_Wells_The_War_in_the_Air_1908_and_Giulio_Douhets_Come_fin%C3%AC_la_Grande_Guerra_1919_
42)https://www.deutschlandmuseum.de/geschichte/deutscher-bund/
43)https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/izpb/revolution-von-1848-265/9892/scheitern-eines-traumes/
44)Hansard, Parliamentary Debates, Ser. III, Bd. cciv, February-March 1871, Rede vom 9. Februar 1871, S. 81-82; englischer Originaltext abgedruckt in William Flavelle Moneypenny und George Earle Buckle, The Life of Benjamin Disraeli, Earl of Beaconsfield, neue bearb. Ausg. in 2 Bänden, Bd. 2, 1860-1881. London: John Murray, 1929, S. 473-74.
Quelle der deutschen Übersetzung: Gerhard A. Ritter, Hg., Das Deutsche Kaiserreich 1871-1914. Ein historisches Lesebuch, 5. Auflage. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1992, S. 181.
https://ghdi.ghi-dc.org/sub_document.cfm?document_id=1849&language=german
45)Walther Maas: England, Deutschland, Europa… Zur Zusammenkunft in Chequers, 8. Juni 1931
46)Zitat von Bülow lautete im Original (aus einer Reichstagsrede vom 6. Dezember 1897)
47)https://schicketanz.eu/2016-01-platz-an-der-sonne/
48)https://www.zeitklicks.de/zeitstrahl/1897/platz-an-der-sonne
49)https://www.cambridge.org/core/books/kaiser/wilhelm-ii-and-his-navy-18881918/11D8BAB06631875F16BDBF48ABDCA343
50)Johannes Lepsius, u. a., Hg., Die Große Politik der europäischen Kabinette 1871-1914. 40 Bände. Berlin, 1922-1927. 11. Bd. S. 31-32. Abgedruckt in Rüdiger vom Bruch und Björn Hofmeister, Hg., Kaiserreich und Erster Weltkrieg 1871-1918. Deutsche Geschichte in Quellen und Darstellung, herausgegeben von Rainer A. Müller, Band 8. Stuttgart: P. Reclam, 2000, S. 271.
Wolfgang Effenberger, Jahrgang 1946, erhielt als Pionierhauptmann bei der Bundeswehr tiefere Einblicke in das von den USA vorbereitete “atomare Gefechtsfeld” in Europa. Während seiner Verwendung als Wirkungsberater bereitete Effenberger vor allem nach Vorgabe des scharfen General Defense Plans (Ausschnitt bayerische Grenze zur damaligen Tschechoslowakei) Befehle für den Kriegsfall aus und studierte abends zum Ausgleich an der Hochschule für Politik. Mit der Einsicht in die geplante Vernichtungsorgie entschloss er sich, 1976 aus der Bundeswehr auszuscheiden. An der TU studierte er Höheres Lehramt (Bauwesen/Mathematik) und unterrichtete bis 2000 an der Fachschule für Bautechnik. Seitdem publiziert er zur jüngeren deutschen Geschichte und zur US-Geopolitik. Zuletzt erschienen vom ihm „Schwarzbuch EU & NATO“ (2020) sowie “Die unterschätzte Macht” (2022).
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