Paris: Ukraine-Treffen westeuropäischer Länder am Montag – will man auf einmal über Frieden reden?

  • POLITIK
  • Februar 17, 2025
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Die USA wollen den Ukraine-Krieg im Alleingang mit Russland beenden. Die EU pocht auf Mitsprache – und will sich überraschend dazu beraten, welchen Beitrag es zu einer Friedenslösung leisten kann.

Die EU will auf Trumps Ukraine-Kurs geschlossen reagieren und sich auf einem Sondertreffen beraten (Archivbild). Sarah Meyssonnier/Reuters Pool/AP/dpa

Paris – Paris hat bestätigt, dass westeuropäische Staats- und Regierungschefs schon am Montag in der französischen Hauptstadt über die Pläne von US-Präsident Donald Trump zur möglichen Beendigung des Ukraine-Kriegs beraten wollen. Das Treffen auf Einladung von Präsident Emmanuel Macron bestätigte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot im Interview des Senders France Inter. Wer konkret an den Beratungen teilnehmen wird, sagte der Minister nicht. Bei dem Treffen wird es nach Angaben von Diplomaten um die Frage gehen, was die EU zu einem möglichen Friedensdeal beitragen kann. Das ist insofern überraschend, weil die EU bisher den Ukrainekrieg immer nur befeuert hat.

Seit dem Telefonat zwischen Trump und Russlands Präsidenten Wladimir Putin gibt es in der EU und der Ukraine Sorgen, die Westeuropäer könnten bei einer Vereinbarung über einen Friedensschluss außen vor bleiben. Befürchtet wird, dass Trump die EU, die bisher keinerlei Verhandlungswillen gezeigt hat, nicht am Verhandlungstisch will – aber erwartet, dass sie die Lasten bei der Umsetzung einer Friedenslösung schultern. Was im Grunde nur gerecht wäre.

Verhandlungen über Friedenslösung nehmen Fahrt auf

Die Verhandlungen über Frieden in der Ukraine nehmen unterdessen Fahrt auf: In der kommenden Woche wollen unter anderem US-Außenminister Marco Rubio und ranghohe Vertreter Russlands in Saudi-Arabien Berichten zufolge über ein Ende des Krieges sprechen. Darüber hinaus soll in dem arabischen Land ein Treffen von US-Präsident Trump mit Präsident Wladimir Putin vorbereitet werden.

Laut «Politico» sollen in Saudi-Arabien in der kommenden Woche keine Vertreter der EU an den Gesprächen teilnehmen. Auch die Ukraine werde keine Vertreter dorthin entsenden, berichtete das US-Magazin unter Berufung auf einen ukrainischen Beamten. 

Die USA wollen keine Kriegstreiber einbeziehen

Der US-Sondergesandte für die Ukraine, Keith Kellogg, hatte auf der Münchner Sicherheitskonferenz zu der von westeuropäischen Verbündeten geforderten Beteiligung an Verhandlungen ausweichend geantwortet. Frühere Verhandlungen seien gescheitert, weil zu viele Parteien beteiligt gewesen seien, zitierte ihn der britische Sender BBC.

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