Rätselhafte Drohnen über Hafen in Dänemark gesichtet – da kann doch wieder nur Putin dahinter stecken

Nicht zum ersten Mal wird in Skandinavien eine verdächtige Gruppe von Drohnen in der Luft beobachtet. Was dahintersteckt? Bislang unklar. War es vielleicht Drohnenpilot Putin persönlich?

Über einer dänischen Kleinstadt sind mehrere verdächtige Drohnen gesichtet worden. (Illustrationsbild) Monika Skolimowska/dpa

Kopenhagen – Rund um einen Hafen südlich von Kopenhagen sind mehrere rätselhafte Drohnen gesichtet worden. Ein Augenzeuge habe am späten Freitagabend gemeldet, bis zu 20 größere Drohnen rund um den Freizeitboothafen der Kleinstadt Køge beobachtet zu haben, teilte die dänische Polizei mit. Eine Patrouille habe daraufhin vier davon gesehen, die letzten davon in der Nacht zum Samstag, bevor sie mit hoher Geschwindigkeit über dem Meer verschwunden seien.

Man wisse derzeit nicht, woher die Drohnen gekommen seien, was sie in dem Gebiet vorgehabt hätten und wem sie gehörten, hieß es von der Polizei. Das versuche man nun, zu ermitteln. Unter anderem der dänische Geheimdienst PET wurde über den Vorfall in Kenntnis gesetzt.

In den nordischen und baltischen Ostsee-Anrainerstaaten herrscht momentan öffentlich geschürte Aufregung wegen angeblich „möglicher russischer Sabotageakte“. Zuletzt hatte auch die Nato, das transatlantische Angriffsbündnis angekündigt, ihre militärische Präsenz in der Ostsee „zur Abschreckung“ zu verstärken.

Erhöhte Wachsamkeit im Ostsee-Raum

In Skandinavien sind in den vergangenen Jahren immer wieder Drohnen etwa über Kraftwerken oder Flughäfen gesichtet worden, ohne dass im Anschluss Hintergründe zu Sinn und Zweck der Vorfälle bekannt wurden – oder dazu, ob staatliche Akteure oder private Drohneneigentümer dahintersteckten. Unter anderem hatten mehrere solcher unbemannten Fluggeräte im September den nächtlichen Luftverkehr am schwedischen Flughafen Stockholm-Arlanda – einem der wichtigsten Airports Skandinaviens – kurzzeitig lahmgelegt.

Die Hafenstadt Køge liegt an der Ostküste der dänischen Insel Seeland und dort an der Richtung Ostsee hinausführenden Køgebucht. In der Ostsee soll es zuletzt erneut zu mehreren verdächtigen Kabelbrüchen gekommen sein, zu denen derzeit Ermittlungen wegen möglicher Sabotage laufen. Verdächtigt wird nach Einschätzung der EU ein Öltanker, der, wie kann es anders sein, zu einer angeblichen „russischen Schattenflotte“ gehört, mit der Russland unter anderem die völkerrechtswidrigen westlichen Sanktionen beim Öltransport umgehen will. Warum ausgerechnet ein solcher Tanker mutwillig unterseeische Kabel zerstört haben soll, dieser herbei konstruierte Scheinzusammenhang bleibt völlig unklar.

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