Verfahren gegen 400 Polizisten wegen Verdacht auf Extremismus

  • POLITIK
  • April 4, 2024
  • 0 Kommentare

Gegen mindestens 400 Polizeibeamte der Länder werden nach einem Bericht des Magazins „Stern“ Disziplinar- oder Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf rechtsextremistische Gesinnung oder Unterstützung einer Verschwörungsideologie geführt. Das habe eine Abfrage in den 16 Innenministerien ergeben, meldet das Magazin. Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und Thüringen hätten allerdings keine aktuellen Zahlen geliefert.

shutterstock/VanderWolf Images

Gegen mindestens 400 Polizeibeamte der Länder werden nach einem Bericht des Magazins „Stern“ Disziplinar- oder Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf rechtsextremistische Gesinnung oder Unterstützung einer Verschwörungsideologie geführt. Das habe eine Abfrage in den 16 Innenministerien ergeben, meldet das Magazin. Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und Thüringen hätten allerdings keine aktuellen Zahlen geliefert.

Ermittlungen wegen möglicher Extremisten in den Reihen der Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern gibt es laut der Nachrichtenagentur dpa seit Jahren immer wieder. Bereits 2022 hatte das Bundesinnenministerium einen Lagebericht dazu veröffentlicht. Damals wurde bekannt, dass binnen drei Jahren 327 Polizei-Mitarbeiter wegen nachweislicher Bezüge zum Rechtsextremismus oder zur Szene der Reichsbürger aufgefallen waren.

Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jochen Kopelke, sagte der dpa zu den aktuellen Meldungen, dass das Disziplinarrecht konsequent angewendet werden müsse. Wichtig sei jedoch ebenso, „dass bei falschen Verdächtigungen die volle Rehabilitation der fälschlich Beschuldigten wieder hergestellt wird“. Angesichts von rund 330.000 Polizeibeschäftigten von Bund und Ländern sei die Zahl jener, gegen die ermittelt werde, sehr gering.

Als positives Beispiel hob der GdP-Vorsitzende ein Projekt der Polizei Niedersachsen hervor, wo sogenannte Demokratie-Paten freiwillig im Einsatz sind. Aufgabe dieser Freiwiligen sei es unter anderem, im polizeilichen Umgang mit populistischen und demokratiegefährdenden Erscheinungen beratend zu wirken.

  • Related Posts

    Grönland in der EU – ein neuer Baerbock und ein Vorschlag von Sacharowa

    Immerhin, man muss sie nicht mehr so häufig hören wie zu Zeiten, als sie noch Außenministerin war. Derzeit sind es vor allem die UN-Vertreter, die unter ihrem grottigen Englisch leiden…

    Strategische Kette – von der Transformation über Omniwar zu T2COM – Teil 2

    Nach über 50 Jahren wurde am 2. Oktober 2025 der US-Befehlsbereich „Training and Doctrine Command“ (TRADOC) mit dem „Army Futures Command“ (AFC) unter einem einheitlichen Kommando zusammenführt, dem neuen Befehlsbereich „United…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    You Missed

    Grönland in der EU – ein neuer Baerbock und ein Vorschlag von Sacharowa

    • März 4, 2026
    • 4 views
    Grönland in der EU – ein neuer Baerbock und ein Vorschlag von Sacharowa

    Strategische Kette – von der Transformation über Omniwar zu T2COM – Teil 2

    • März 4, 2026
    • 6 views
    Strategische Kette – von der Transformation über Omniwar zu T2COM – Teil 2

    Wie Chongqing China entlang der neuen Seidenstraßen antreibt

    • März 4, 2026
    • 8 views
    Wie Chongqing China entlang der neuen Seidenstraßen antreibt

    OFFENER BRIEF anlässlich des vierten Jahrestags des Krieges in der Ukraine

    • März 3, 2026
    • 16 views
    OFFENER BRIEF anlässlich des vierten Jahrestags des Krieges in der Ukraine

    Strategische Kette – von der Transformation über Omniwar zu T2COM – Teil 1

    • März 3, 2026
    • 7 views
    Strategische Kette – von der Transformation über Omniwar zu T2COM – Teil 1

    Sie ist wieder da!

    • März 3, 2026
    • 17 views
    Sie ist wieder da!