Wachsender Widerstand in der CDU gegen Koalition mit BSW

  • POLITIK
  • September 4, 2024
  • 0 Kommentare

In den Reihen der CDU wächst Widerstand gegen eine mögliche Koalition mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) nach den Wahlen in Thüringen und Sachsen.

shutterstock/Elerctric Egg

„Sahra Wagenknecht widerspricht allem, wofür die Unionsparteien seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland stehen: klare Westbindung, ein vereintes Europa und Mitgliedschaft in der Nato als dem größten Friedensprojekt der Geschichte“, zitiert der „Tagesspiegel“ den nordrhein-westfälischen CDU-Abgeordneten Frank Sarfeld. „Wie die AfD wendet sich auch das BSW autoritären Systemen zu. Mit solchen Gruppierungen darf es keine Zusammenarbeit geben.“

Wie das Blatt schreibt, spricht Sarfeld für eine Gruppe von rund 40 CDU-Mitgliedern, die vom nächsten Bundesparteitag einen Unvereinbarkeitsbeschluss mit dem BSW fordern.

Bislang verbietet ein Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU lediglich eine Zusammenarbeit mit AFD oder Linken. Nach dem komplizierten Ergebnis der Landtagswahl stimmte der thüringische CDU-Vorstand am Montag für erste Gespräche mit dem BSW.

Dem „Tagesspiegel“ zufolge gehören der Gruppe unter anderem der Außenpolitiker Roderich Kiesewetter und der Sozialpolitiker Dennis Radtke an.

Der Europaabgeordnete Radtke sagte der Zeitung: „Jeder politische Akteur weiß, wofür das BSW inhaltlich steht – nämlich gegen elementare christdemokratische Grundüberzeugungen wie die Westbindung, die liberale Demokratie und die europäische Einigung.“

AfD und BSW wollten die CDU zerstören, „weil wir das letzte Bollwerk der politischen Mitte sind“. „Die CDU steuert auf einen Abgrund zu, wenn wir uns vor den Karren von Sahra Wagenknecht spannen lassen.“

Kiesewetter wird von der Zeitung wie folgt zitiert: „Das BSW will die demokratische Mitte inklusive der Union als Volkspartei aushöhlen und unsere Grundwerte unterminieren, weshalb eine Zusammenarbeit ausgeschlossen sein sollte.“ Er sprach sich ebenfalls für die Aufnahme des BSW in einen Unvereinbarkeitsbeschluss aus.

(red/dpa)

  • Related Posts

    Grönland in der EU – ein neuer Baerbock und ein Vorschlag von Sacharowa

    Immerhin, man muss sie nicht mehr so häufig hören wie zu Zeiten, als sie noch Außenministerin war. Derzeit sind es vor allem die UN-Vertreter, die unter ihrem grottigen Englisch leiden…

    Strategische Kette – von der Transformation über Omniwar zu T2COM – Teil 2

    Nach über 50 Jahren wurde am 2. Oktober 2025 der US-Befehlsbereich „Training and Doctrine Command“ (TRADOC) mit dem „Army Futures Command“ (AFC) unter einem einheitlichen Kommando zusammenführt, dem neuen Befehlsbereich „United…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    You Missed

    Grönland in der EU – ein neuer Baerbock und ein Vorschlag von Sacharowa

    • März 4, 2026
    • 4 views
    Grönland in der EU – ein neuer Baerbock und ein Vorschlag von Sacharowa

    Strategische Kette – von der Transformation über Omniwar zu T2COM – Teil 2

    • März 4, 2026
    • 6 views
    Strategische Kette – von der Transformation über Omniwar zu T2COM – Teil 2

    Wie Chongqing China entlang der neuen Seidenstraßen antreibt

    • März 4, 2026
    • 8 views
    Wie Chongqing China entlang der neuen Seidenstraßen antreibt

    OFFENER BRIEF anlässlich des vierten Jahrestags des Krieges in der Ukraine

    • März 3, 2026
    • 16 views
    OFFENER BRIEF anlässlich des vierten Jahrestags des Krieges in der Ukraine

    Strategische Kette – von der Transformation über Omniwar zu T2COM – Teil 1

    • März 3, 2026
    • 7 views
    Strategische Kette – von der Transformation über Omniwar zu T2COM – Teil 1

    Sie ist wieder da!

    • März 3, 2026
    • 17 views
    Sie ist wieder da!