Hamas in Moskau: Palästinensergruppen führen Gespräche über Gaza-Krieg

  • POLITIK
  • März 1, 2024
  • 0 Kommentare

Delegierte mehrerer palästinensischer Gruppierungen treffen in Moskau zusammen, um dort im Rahmen eines „interpalästinensischen Dialogs“ den Gaza-Krieg sowie weitere Themen zu behandeln.

shutterstock/Melnikov Dmitriy

Wie der russische Vizeaußenminister Michail Bogdanow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass mitteilte, werden bis zu 14 Organisationen daran teilnehmen, darunter Vertreter der Hamas, des Islamischen Dschihad, der Fatah und der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO).

Untereinander sind die palästinensischen Gruppen weiterhin zerstritten unter anderem hinsichtlich eines Friedensprozesses mit Israel und der Anerkennung dieses Staates.

„Doch auch wenn das Treffen ohne konkretes Ergebnis enden sollte – für Russland wäre es selbst dann nicht unbedingt ein Misserfolg“, kommentiert die Deutsche Welle die Gespräche in Moskau. „Denn so oder so dürfte die Begegnung dazu beitragen, Russlands Einfluss im Nahen Osten weiter zu festigen.“

Die Beziehungen zwischen Russland und Israel hatten sich nach dem Beginn des Ukraine-Konflikts und dem Angriff der Hamas auf Israel, den Moskau nur äußerst zurückhaltend kritisiert hatte, zusehends verschlechtert. Dennoch haben Russlands Kontakte zur Hamas trotz verschlechterter bilateraler Beziehungen auch für Israel bereits zu einem Erfolg geführt, stellt die Deutsche Welle fest. Vizeaußenminister Bogdanow, der als Sondergesandter des russischen Präsidenten im Nahen Osten agiert, habe Vertretern der Hamas in Katar im Oktober eine Liste entführter Israelis russischer Herkunft oder mit doppelter Staatsbürgerschaft übergeben und um deren Freilassung gebeten. „Tatsächlich ließ die Hamas Ende November den russisch-israelischen Staatsbürger Roni Krivoi frei“, berichtet die Deutsche Welle. 

Russland könne es sich nicht leisten, Israel zu verlieren, zitiert der Sender den russischen Analysten Suleymanov: „Die russischsprachige Gemeinschaft stellt in Israel die größte Minderheit.“ Etwa eine Million israelische Bürger stammen aus der ehemaligen Sowjetunion beziehungsweise Russland.

  • Related Posts

    Strategische Kette – von der Transformation über Omniwar zu T2COM – Teil 3

    Nach über 50 Jahren wurde am 2. Oktober 2025 der US-Befehlsbereich „Training and Doctrine Command“ (TRADOC) mit dem „Army Futures Command“ (AFC) unter einem einheitlichen Kommando zusammenführt, dem neuen Befehlsbereich „United…

    Siegermentalität: Ungeliebtes DDR-Erbe soll weg

    Am Donnerstag vorletzter Woche hat das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg in einer knappen Pressemitteilung den sofortigen Stopp der Abrissarbeiten auf dem Gelände des Sport- und Erholungszentrums (SEZ) vermeldet. Damit folgt das Bezirksamt…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    You Missed

    Strategische Kette – von der Transformation über Omniwar zu T2COM – Teil 3

    • März 5, 2026
    • 19 views
    Strategische Kette – von der Transformation über Omniwar zu T2COM – Teil 3

    Siegermentalität: Ungeliebtes DDR-Erbe soll weg

    • März 5, 2026
    • 4 views
    Siegermentalität: Ungeliebtes DDR-Erbe soll weg

    Das Richtige und das Falsche in einer Demokratie

    • März 5, 2026
    • 6 views
    Das Richtige und das Falsche in einer Demokratie

    Grönland in der EU – ein neuer Baerbock und ein Vorschlag von Sacharowa

    • März 4, 2026
    • 7 views
    Grönland in der EU – ein neuer Baerbock und ein Vorschlag von Sacharowa

    Strategische Kette – von der Transformation über Omniwar zu T2COM – Teil 2

    • März 4, 2026
    • 6 views
    Strategische Kette – von der Transformation über Omniwar zu T2COM – Teil 2

    Wie Chongqing China entlang der neuen Seidenstraßen antreibt

    • März 4, 2026
    • 9 views
    Wie Chongqing China entlang der neuen Seidenstraßen antreibt