Arabische Länder lehnen Trump-Vorschlag zu Gaza ab

  • POLITIK
  • Februar 2, 2025
  • 0 Kommentare

Ein Vorschlag von US-Präsident Trump, dass Israels Nachbarn die Palästinenser aus Gaza aufnehmen sollen, sorgt in der Region weiter für Empörung. Nun äußern sich die arabischen Länder gemeinsam.

Die arabischen Länder lehnen eine Vertreibung der Palästinenser aus Gaza entschieden ab. Abdel Kareem Hana/AP/dpa

Kairo/Washington – Die Außenminister mehrerer einflussreicher arabischer Staaten haben eine Umsiedlung von Palästinensern aus dem Gazastreifen zurückgewiesen. Sie reagierten damit auf einen Vorschlag von US-Präsident Donald Trump, dass Ägypten und Jordanien die Palästinenser aus Gaza aufnehmen sollten. Das könne vorübergehend oder langfristig sein, hatte er zuletzt gesagt und argumentiert, der Gazastreifen sei buchstäblich eine Abrissbrache. 

Die Außenminister Ägyptens, Jordaniens, Katars, Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate sowie Spitzenvertreter der Palästinensische Autonomiebehörde und der Arabischen Liga teilten nun mit, eine Umsiedlung gefährde die Stabilität der Region und verlängere den Konflikt. Die Rechte der Palästinenser dürften nicht verletzt werden, «ob durch Siedlungs-Aktivitäten, Ausweisung oder die Zerstörung von Häusern oder Annexion», hieß es weiter. Das gelte auch für den «Transfer oder die Entwurzelung von Palästinensern von ihrem Land in irgendeiner Weise oder unter irgendwelchen Umständen und Begründungen».

Trump telefoniert mit Ägyptens Präsident

In den vergangenen Tagen hatte sich Trump mehrfach optimistisch gezeigt, dass Ägypten und Jordanien seinem Vorschlag folgen würden. Am Samstag telefonierte er mit Ägyptens Präsident Abdel-Fattah al-Sisi, wie das Weiße Haus im Anschluss mitteilte. Die Frage der Umsiedlung von Palästinensern wurde in der Mitteilung nicht erwähnt. Vielmehr hieß es darin, al-Sisi habe Zuversicht geäußert, dass Trumps Führung ein «goldenes Zeitalter des Friedens im Nahen Osten» einleiten könnte.

Im Gazastreifen leben nach UN-Angaben mehr zwei Millionen Menschen. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatte bereits vor einer möglichen Vertreibung der Bewohner des Küstenstreifens gewarnt. Auch die Vereinten Nationen lehnten diese Idee entschieden ab.

Die Außenminister und weiteren arabischen Spitzenvertreter bezeichneten die Rolle der USA zugleich als wichtig bei Bemühungen um eine dauerhafte Waffenruhe im Gaza-Krieg. Die Gruppe «freut sich auf die Zusammenarbeit mit der Trump-Regierung, um einen gerechten und umfassenden Frieden im Nahen Osten zu erreichen».

Related Posts

Kanonenboot-Politik in der Karibik – Piraterie, Militärschlag, Präsidentenentführung  

Der Militärschlag auf Venezuela fand in den frühen Morgenstunden des 3. Januar 2026 statt – zum sechsten Jahrestag der Ermordung von Qasem Soleimani, dem Kommandeur des Korps der Islamischen Revolutionsgarden,…

Alles gegen rechts!

Lesen Sie diesen Artikel gegen rechts. Kommentieren Sie gegen rechts – vielleicht sogar noch vor Ihrem Frühstück gegen rechts. Ein Beitrag von Roberto J. De Lapuente Eisbaden gegen rechts: Gibt…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

You Missed

Kanonenboot-Politik in der Karibik – Piraterie, Militärschlag, Präsidentenentführung  

  • Januar 17, 2026
  • 40 views
Kanonenboot-Politik in der Karibik – Piraterie, Militärschlag, Präsidentenentführung  

Alles gegen rechts!

  • Januar 16, 2026
  • 7 views

Das war ein super gutes Jahr 2025!

  • Januar 15, 2026
  • 9 views

70 Jahre NATO-Mitgliedschaft der BRD: immer eine Geschichte des Verrats

  • Januar 15, 2026
  • 17 views
70 Jahre NATO-Mitgliedschaft der BRD: immer eine Geschichte des Verrats

Härter arbeiten!

  • Januar 14, 2026
  • 40 views

Afuera? Aber sicher!

  • Januar 13, 2026
  • 27 views
Afuera? Aber sicher!