Neues US-Militärpaket für Kiew – keine ATACAMS-Raketen?

  • POLITIK
  • September 22, 2023
  • 0 Kommentare

Die US-Regierung hat der Ukraine anlässlich des Besuchs von Präsident Wolodymyr Selenskyj in Washington ein neues, 325 Millionen Dollar schweres Hilfspaket in Aussicht gestellt.

Neu genehmigt werden Waffen und Ausrüstung im Wert von 128 Millionen Dollar (rund 120 Millionen Euro) aus Beständen des US-Militärs, teilte das US-Außenministerium mit. Außerdem werde das Pentagon Waffen und Ausrüstung im Wert von 197 Millionen US-Dollar bereitstellen, die bereits zuvor genehmigt wurden. Das Paket mit einem Gesamtwert von rund 325 Millionen Dollar umfasst nach Angaben aus dem Pentagon unter anderem Artilleriemunition und Systeme zur Abwehr feindlicher Luftangriffe. Die aus Kiew geforderten ATACMS-Raketen mit einer Reichweite von bis zu 300 Kilometer sind darin nicht enthalten.

shutterstock/zet art

Selenskyj, der am Donnerstag den US-Kongress besucht hatte und von US-Präsident Biden empfangen wurde, dringt auf eine Lieferung von Raketen mit größerer Reichweite. Er ist an den  ATACMS-Raketen interessiert. Die USA haben sich bei dem Thema zurückhaltend gezeigt – so wie Deutschland bei Marschflugkörpern vom Typ Taurus.

Seit Kriegsbeginn beläuft sich die US-Militärhilfe für die Ukraine nach Regierungsangaben auf 43,9 Milliarden Dollar.

Biden kündigte nach dem Treffen mit Selenskyj an, dass die ersten von den USA zugesagten Kampfpanzer vom Typ „M1 Abrams“ in der kommenden Woche geliefert würden. Die US-Regierung hatte im Januar angekündigt, der Ukraine 31 Abrams-Panzer zu liefern. Im März sprach das Pentagon dann von einer geplanten Lieferung im Herbst.

  • Related Posts

    Britisches Empire – Krieg gegen Iran versetzt den Resten den Todesstoß

    Das Schicksal wichtiger britischer Militärstützpunkte im Mittelmeer steht auf dem Spiel. Zypern, das sie auf seinem Territorium jahrzehntelang duldete, bezeichnet die Stützpunkte nun als „Überbleibsel des Kolonialismus“. London versucht, sich…

    Operation Blind Fury – Trumps Iran‑Politik-Strategie oder Selbstzerstörung? Teil 4

    Was im Washingtoner Sicherheits‑Establishment als harter Kurs und notwendige Abschreckung gefeiert wird, offenbart im Nahen Osten vor allem eine Politik, die sich mit jedem Schritt selbst konterkariert. Foreign-Affairs Artikel wie „How…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    You Missed

    Das Trauma als politisches Ritual

    • März 30, 2026
    • 280 views
    Das Trauma als politisches Ritual

    Britisches Empire – Krieg gegen Iran versetzt den Resten den Todesstoß

    • März 30, 2026
    • 14 views
    Britisches Empire – Krieg gegen Iran versetzt den Resten den Todesstoß

    Die unsichtbare Gewalt

    • März 30, 2026
    • 15 views
    Die unsichtbare Gewalt

    Operation Blind Fury – Trumps Iran‑Politik-Strategie oder Selbstzerstörung? Teil 4

    • März 30, 2026
    • 19 views
    Operation Blind Fury – Trumps Iran‑Politik-Strategie oder Selbstzerstörung? Teil 4

    Corona-Gedenktag

    • März 29, 2026
    • 8 views
    Corona-Gedenktag

    Operation Blind Fury – Trumps Iran‑Politik-Strategie oder Selbstzerstörung? Teil 3

    • März 29, 2026
    • 18 views
    Operation Blind Fury – Trumps Iran‑Politik-Strategie oder Selbstzerstörung? Teil 3