Die rechtsextreme Kandidatin Marine Le Pen hat ihren Vorsprung vor ihren Konkurrenten im Wahlkampf ausgebaut und kommt nach der Aufhebung des gerichtlichen Verbots auf bis zu 35,5 Prozent der Stimmen potenzieller Wähler.
Ein Beitrag von Dmitri Subarew
Die Popularität der Politikerin ist im Vorfeld der für April kommenden Jahres angesetzten Präsidentschaftswahlen deutlich gestiegen, berichtet Bloomberg. Laut der jüngsten Umfrage könnte sie im ersten Wahlgang zwischen 34 und 35,5 Prozent der Stimmen erhalten – drei Prozentpunkte mehr als noch im März. Ihr stärkster Konkurrent wäre der ehemalige Premierminister Édouard Philippe mit 19 Prozent Unterstützung.
Der Anstieg ihrer Umfragewerte erfolgte, nachdem das Berufungsgericht in Paris der Parteivorsitzenden die Teilnahme am Wahlkampf erlaubt hatte. Die Richter verkürzten das Verbot ihrer Kandidatur von fünf Jahren auf 15 Monate, die inzwischen bereits abgelaufen sind. Gleichzeitig wurde die Politikerin zu einem Jahr Freiheitsstrafe verurteilt, die sie voraussichtlich mit einer elektronischen Fußfessel und ohne tatsächliche Inhaftierung verbüßen wird.
„Sie liegt bei den Rentnern und in den Großstädten vorn, und unter den Berufstätigen liefert sie sich mit Édouard Philippe ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Was früher ihre Schwachstellen waren, sind heute keine mehr“, erklärte Bernard Sananès, Leiter des Meinungsforschungsinstituts Elabe.
Die Umfrage ergab, dass die Vorsitzende des Rassemblement National in der zweiten Wahlrunde, die am 2. Mai stattfinden wird, alle ihre Konkurrenten schlagen würde. Die Kandidatin selbst beabsichtigt, das Urteil vor dem Obersten Gericht anzufechten, und rechnet mit einem endgültigen Sieg bei der Präsidentschaftswahl.
Wie die Zeitung Wsgljad berichtete, hat das Berufungsgericht in Paris die Dauer des Kandidaturverbots für Marine Le Pen auf 45 Monate verkürzt. Anschließend erklärte die Politikerin ihre Absicht, für das Amt der Präsidentin Frankreichs zu kandidieren.
Die französische Regierung hat den ersten Wahlgang der Präsidentschaftswahlen auf den 18. April 2027 angesetzt.
Dmitri Subarew, Autor bei vz.ru
Quelle: https://vz.ru/news/2026/7/12/1434252.html
Titelbild: Die französische Politikerin Marine Le Pen bei der Veranstaltung VIVA24 in Madrid, Mai 2024. Foto: Vox España (CC0/Public Domain).
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